Umgebung / Sehenswürdigkeiten / Britzer Mühle

Graf Hertzberg ermöglichte Britz 1765 die erste eigene Mühle, indem er dem Rixdorfer Müller Bading eine Ablöse für den bis dahin bei ihm bestehenden Mahlzwang zahlte. Insgesamt verfügte Britz im Laufe der Zeit über sechs Mühlen. Die Britzer Mühle ist heute die einzige, voll funktionstüchtig erhalten gebliebene, historische Mühle in Berlin.
1865 wurde die zwölfeckige, 20 Meter hohe Galerie-Holländer-Mühle am Buckower Damm durch den Mühlenmeister Johann Dörfer errichtet, der die Mühle allerdings bereits zehn Jahre später wegen seiner Wanderlust an August Stechan verkaufte. Die vier Flügel (auch Ruten genannt) sind 12,5 Meter lang und betrieben das Mahlwerk bis 1936. Im Krieg wurde die Mühle teilweise zerstört, 1955 unter Denkmalschutz gestellt und 1960 restauriert.

Britzer Mühle


Im Rahmen der Bundesgartenschau 1985 wurde die Mühle Teil des Ausstellungsgeländes. Nach 50jährigem Stillstand nahm der holländische Müller Piet Leeuw 1987 den Müllerbetrieb im Auftrag einer städtischen Gesellschaft wieder auf. Seitdem dient die Mühle auch als Stätte für die zweijährige Ausbildung künftiger Hobby-Windmüller. Aufgrund der Lage mit Obstgarten, angrenzendem Café & Restaurant nebst Biergarten ist die Mühle heute auch ein beliebter Ort für Hochzeiten ("Vermehlungen").

Britzer Mühle

Die Mühle ist sonntags von April bis Oktober für Besichtigungen geöffnet. Dort finden auch regelmäßig Veranstaltungen und Workshops statt. Von Freitag bis Sonntag werden hier auch wechselnde Brotsorten aus windgemahlenem Vollkornmehl verkauft.